Das Sommer-Chorwochenende in Seddin ist immer einer der Höhepunkte im Chorkalender. Dieses Jahr tat die Natur alles, um keine Langeweile aufkommen zu lassen: Wir sangen uns durch warme Regengüsse, strahlenden Sonnenschein, Wind und sanftes Donnergrollen. Mücken fühlten sich leider von uns genauso angezogen wie Glühwürmchen beim abendlichen Zusammensitzen. Geweckt wurde man von sonorem Ringeltauben-Gurren, immer wieder übertönt von den Jazz-Sängern unter den Vögeln, den Amseln. Dazwischen ein bisschen Kuckuck-Improvisationen. Ein besseres Umfeld für den letzten Schliff an unserem Naturprogramm hätten wir uns nicht wünschen können.
Es gab viel Blending und Singen mit verschiedenen Emotionen, aber auch Arbeiten am erklärten Ziel unseres Chorleiters, Lautstärke und Tempo beim Singen in unseren Köpfen und Stimmen zu entkoppeln. Auch der expressive Singing Circle war für viele neu – man harmonisiert in improvisierten Gesängen, aber zusätzlich bewegt man sich passend zum Rhythmus oder zur Melodie, die man gerade beiträgt. Ein sehr lebendiges und unmittelbares Erleben von Singen.

Zum Bunten Abend hatten sich zwei kleinere Ensembles mit jeweils vier Sängern aus dem Chor zusammengeschlossen, um speziell eingeübte Stücke für alle vorzusingen. Von den Beiträgen – Kirchliches, Beatles und einer spanischen Ballade – waren alle absolut begeistert.
Wie übrigens auch von dem hervorragenden Essen in der Heimvolkshochschule Seddin und all der Orga, die von so vielen wunderbaren Menschen getragen wurde.
Einen besonderen Applaus bekam unser Chorleiter für 10 Jahre beim CIP. Eine musikalische Abenteuerreise, die gefühlt immer gerade erst anfängt. Und das wurde mit einem ganz besonderen letzten Singing Circle gefeiert von denen, die sich nicht vom nahenden Regen einschüchtern ließen und noch nach dem offiziellen Ende geblieben waren – im Seddiner See!







